(vl.) Bürgermeister Rainer Voß,
Volkshochschulleiter Holger Martens und
Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V.
Foto: Andreas Anders

Ratzeburger Vortragsreihe "Demokratie leben"
Veranstalter ziehen positive Bilanz

vom 06.12.2011

Ein äußerst positives Fazit ziehen die Veranstalter der Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben" nach dem Abschluss der letzten Veranstaltung "Einstellungen zur Demokratie" mit Dr. Serge Embacher.

"Es ist uns mit unseren Vortragsangeboten gelungen, in den vergangenen Wochen viele Menschen für Themen der politischen Bildung zu begeistern", freuten sich Holger Martens und Silvia Tessmer von der VHS Ratzeburg über die gute Publikumsresonanz.

Allein zur Auftaktveranstaltung der "Fallada Gesprächslesung" mit Klaus-Jürgen Mohr, Landrat a.D. Erhard Bräunig und Bürgermeister Rainer Voß kamen über 100 Besucher und auch die folgenden Veranstaltungen mit Klaus-Jürgen Betram, Andrea Röpke und Dr. Serge Embacher waren sehr gut besucht.

"Erfreut hat mich dabei am meisten, dass auf jeder Veranstaltung ein großer Gesprächsbedarf zu Themen von Demokratie und Extremismus zu erkennen war und lebhaft diskutiert wurde", zog Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. als Mitveranstalter der Reihe sein Resümee. Wichtige gesellschaftliche Themenkomplexe wie Integration, Rechtsextremismus und die Veränderungen in unserer Demokratie wurden mit viel Interesse, kritisch aber unverkrampft debattiert und konnten von den kompetenten Referenten mit vielen spannenden Informationen ergänzt werden.

"Es war ein wirklich intensiver Abend in Ratzeburg", freute sich auch Dr. Serge Embacher über die angeregte Gesprächskultur während seines Vortrages. "Ich habe schon seit längerem den Eindruck, dass das Interesse der Menschen an politischen Bildungsveranstaltungen stetig wächst, nicht nur in den Metropolregionen sondern durchaus auch in den ländlichen Räumen. Die Menschen wollen sich einbringen und mitreden und suchen nach neuen Wegen. Dafür war mein Vortrag in Ratzeburg ein gutes Beispiel."

Auch aus der Sicht des Ratzeburger Bündnisses hat sich die viele ehrenamtliche Arbeit, die in der Vorbereitung einer solchen Vortragsreihe steckt, sehr gelohnt.
"Insbesondere der informative Fachvortrag von Andrea Röpke zum Thema "Mädchen, Frauen und Mütter in der rechten Szene" vor über 30 Personen aus Lehr- und Erziehungsberufen der Region, war gerade im Lichte der tagesaktuellen Ereignisse sehr wichtig und konnte den Anwesenden noch einmal verdeutlichen, in wie vielen oft auch wenig wahrgenommen Bereichen unserer Gesellschaft Rechtsextremismus bereits Einfluss nimmt.", sagte Pröpstin Frauke Eiben.
Bürgermeister Rainer Voß sprach für das Ratzeburger Bündnis mit Blick auf das Jahr 2012 aus: "Ich hoffe sehr, dass wir diesen Diskussionsprozesse auch im kommenden Jahr fortführen und mit weiteren Veranstaltungen zur politischen Bildung einen positiven Beitrag zu unserer poltischen Kultur, insbesondere auch den Umgang miteinander leisten können. Wir sind dem Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg und dem Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" sehr dankbar, dass sie uns die Vortragsreihe "Demokratie leben" ermöglicht haben. Unser Dank gilt auch den Kooperationspartnern wie der Stiftung Mecklenburg, dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, der Kirchengemeinde St. Petri, des Osburg-Verlag, der Stadt Ratzeburg, dem Vokalensemble Ratzeburg und der Buchhandlung Weber.“


   

EINSTELLUNGEN ZUR DEMOKRATIE

Vortrag mit Dr. Serge Embacher
vom
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) Berlin

30.11.2011 um 19:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses

Die Einstellungen der Deutschen zur Demokratie sind ambivalent: Während die Demokratie als solche von den meisten akzeptiert und befürwortet wird, macht sich eine zunehmende Skepsis gegenüber der „real existierenden Demokratie“ und ihren Akteuren breit. Dieses tief sitzende Misstrauen ist Ausdruck wachsender sozialer Ungleichgewichte sowie eines Mangels an demokratischen Beteiligungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten. Der Vortrag beleuchtet vor dem Hintergrund einer kritischen Zeitdiagnose Potenziale für eine neue bürgergesellschaftliche Solidarität.
Dr. Serge Embacher ist Politikwissenschaftler und Publizist und arbeitet u. a. für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Berlin. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaft promovierte er mit einer Arbeit über kritische Theorie der Öffentlichkeit. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bürgergesellschaft und Demokratiepolitik. Zuletzt ist von ihm die Studie "Demokratie! Nein danke?" im Dietz-Verlag in Bonn erschienen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die Veranstaltung beschließt die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben", ein Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird.


   

MÄDELSACHE – MÄDCHEN UND FRAUEN IN DER RECHTEN SZENE

Öffentlicher Vortrag und Diskussion mit Andrea Röpke

29.11.2011 um 19:30 Uhr
in der Ansverus-Kirche, Mechower Str. 4

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern. Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit in spannenden Reportagen einen Einblick in das Innenleben dieser Szene. Sie schildern, wo völkische »Sippen« bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragen, warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.
Andrea Röpke, Jahrgang 1965, ist Politologin und freie Journalistin. Ihr Spezialgebiet: Rechtsextremismus. Neben diversen Fernsehmagazinen wie Monitor, Spiegel-TV und Panorama wurden ihre aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu auch in der Taz, Süddeutsche-Online und in Fachportalen wie Blick nach rechts veröffentlicht.
2009 erhielt sie den Preis der Lutherstädte »Das unerschrockene Wort« und wurde von der US-Botschaft in Berlin im Rahmen des »International Women of Courage Award« geehrt. Bücher u.a."Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft" (hg. mit Andreas Speit), 3., akt. Auflage 2009.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Die Veranstaltung führt die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben" fort, ein Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird.


   

Gesprächslesung zu Hans Fallada
"Jeder stirbt für sich allen"

"Starker Auftritt".

»Starke und engagierte Partner hatten sich zu einer ersten Vortrags- und Fortbil­dungs­reihe zu den Themen­komp­lexen Demokratie und Extremismus zusam­mengefunden: Neben der Stadt Ratzeburg mit Bürgermeister Rainer Voß, der Volkshoch­schule mit Schulleiter Holger Martens und Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V., waren es drei Initiatoren, die im Haus Mecklenburg den engagierten Start der Bildungsreihe formulierten.„Demokratie muss gelebt werden, Demokratie muss erlernt werden und die politische Bildung ist dazu der Schlüssel. An Schulen wie in der Erwach­senen­bildung“, sagte Voß bei der Begrüßung. Der Bürgermeister führte mit viel Finge­rspit­zengefühl und souverän in seinen Moderationen durch den Abend, der mit einer Fallada-Lesung, mit kurzen Dialogen zwischen Voß und seinem Amtskollegen Erhard Bräunig aus Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Ratzeburger Vokalensemble unter der Leitung von Holger Martens, anspruchsvoll war.

Unter den über 100 Gästen waren sowohl Pröpstin Frauke Eiben vom Kirchenkreis Lauenburg, der Pfarrer der katholischen Gemeinde Ratzeburg, Felix Evers, und auch Gerd-Axel Reuß, Dompropst aus Ratzeburg, Vertreter der Stiftung Herzogtum Lauenburg und der Stiftung Mecklenburg sowie dem Zentrum für Niederdeutsch.
Durch seinen kraftvollen Lesestil, seine feinfühlig ausgesuchten Textpassagen und seine Bühnenpräsenz war Klaus Mohr, der erfahrene Rezitator und Laien­schaus­pieler, ein Garant für den Erfolg des Abends. Er las drei großartige Texte aus dem Buch „Jeder stirbt für sich allein“, von Hans Fallada. Es sei das beste Buch über den deutschen Widerstand, urteilte die Frankfurter Allgemeine über Hans Falladas letzten Roman. Dennoch geriet es schnell in Vergessenheit. Erst jetzt, mehr als 60 Jahre nach Falladas Tod, wurde der Roman wiederentdeckt und neu aufgelegt - und zwar so, wie von Fallada ursprünglich geschrieben.

Rechtsextremismus und Zivilcourage, Alltagsleben und die blanke Angst vor Terror, sind Bereiche, die im Buch thematisiert werden und die auch heute in unserer Gesellschaft Wirkung zeigen. Bürgermeister Voß und der ehemalige Landrat und jetzige Bürgermeister einer kleinen Gemeinde in Nordwest­meck­lenburg, Erhard Bräunig, sprachen offen und mit aktuellen Beispielen, über die recht­sextremis­tischen Strömungen in Mecklenburg-Vorpommern aber auch in Schleswig-Holstein. Im Dialog betonten beide, wie dringend notwendig Bildungsarbeit und Aufklärung gegen Extremismus ist. Wissen erschließen und Diskus­sionsp­rozesse befördern für eine gelebte Demokratie sei notwendig und anzustoßen.

Die Vortragsreihe, die im November mit vier weiteren Abenden konzipiert ist, wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesp­rogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“.
Text: Brigitte Gerkens-Harmann


   

Bild: Urs Kluyver

Onkel Ali & Co

Meine Multikulti-Straße

16.11.2011 um 19:30 Uhr im Petri-Forum

Jürgen Bertram liest aus dem ersten Band der Reihe Osburg Broschur, die aktuellen zeitgeschichtlichen Themen ein Podium eröffnet.

»Deutschland schafft sich ab« – die Erregung, die Thilo Sarrazins These auslöste, begriff Jürgen Bertram, der als Fernsehkorrespondent selbst viele Jahre im Ausland verbrachte, als Anregung. Er streifte durch seine Straße im ganz normalen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel und führte Gespräche mit den Menschen, um die es in der unvermindert heißen Integrationsdebatte geht. Das Ergebnis seines Spaziergangs durch die Kulturen sind spannende Lebensgeschichten und überraschende Erkenntnisse.

Ob er nun einen vietnamesischen Fischhändler kennenlernte, einen von islamischen Mitgliedern geprägten Boxklub oder eine kabylische Tänzerin – überall traf er auf fesselnde Lebensberichte und die Bereitschaft, dem Gastland etwas zurückzugeben. Aufklärung, aber keine Verklärung lautet das Credo seines Buches, das nicht für den Stammtisch bestimmt ist.

Jürgen Bertram, Jahrgang 1940, begann seine journalistische Laufbahn bei einer niedersächsischen Heimatzeitung und kam 172 nach Redakteursjahren bei der Deutschen Presseagentur und beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel zum NDR-Fernsehen, für das er 13 Jahre als Fernsehkorrespondent aus China und Südostasien berichtete. Er ist Autor zahlreicher zeitkritischer Bücher. Sein neuestes Buch "Onkel Ali & Co," wurde aktuell in einer Kolumne des Hamburger Abendblatt vorgestellt.

Jürgen Bertram liest im Rahmen der Ratzeburger Vortragsreihe "Demokratie leben" im Petri-Forum. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Veranstaltung führt die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben" fort, ein Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird. Über den gesamten November hinweg sind fünf Veranstaltungen zu sehr unterschiedlichen Aspekten von Demokratie und Extremismus geplant, die politisch interessierte Menschen zum Zuhören, Mitdenken und Mitdiskutieren einladen möchten, aber auch ein Fortbildungsangebot für ein Fachpublikum beinhalten.


   

„Jeder stirbt für sich allein“
Was Fallada uns heute zeigen kann...

9.11.2011 um 19:00 Uhr im Haus Mecklenburg, Reuter-Saal

Lesung und Gespräch zum „Deutschen Tag“
mit Klaus-Jürgen Mohr, Erhard Bräunig und Rainer Voß

Hans Falladas Werk „Jeder stirbt für sich allein“ erlebt aktuell eine Wiederentdeckung. Es geht um Rechtsextremismus im Alltagsleben, wie er sich dort festsetzt, wirkt, Angst verbreitet und die Menschen verändert ... Täter entwickelt und Opfer schafft. Falladas Erzählung ist hochaktuell, dies kann Landrat a.D. Erhard Bräunig aus Nordwestmecklenburg berichten. Rechtsextremismus entfaltet Wirkung und viele Facetten, die Fallada aus dem Alltagsleben unter dem Nationalsozialismus beschreibt, sind auch heute in Ansätzen wieder erkennbar. Diese geschichtlichen und aktuellen Erfahrungskontexte zu verbinden, soll an diesem Abend mit seinem für Deutschland geschichtlich bedeutsamen Datum an geschichtlich symbolischer Stätte gewagt werden.
Klaus-Jürgen Mohr liest aus Falladas Werk. Rainer Voß ist im Gespräch mit Erhard Bräunig. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt vom Ratzeburger Vokalensemble unter Leitung von Holger Martens.

Die Veranstaltung eröffnet die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben", ein Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird. Über den gesamten November hinweg sind fünf Veranstaltungen zu sehr unterschiedlichen Aspekten von Demokratie und Extremismus geplant, die politisch interessierte Menschen zum Zuhören, Mitdenken und Mitdiskutieren einladen möchten, aber auch ein Fortbildungsangebot für ein Fachpublikum beinhalten.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei. So weit möglich, können notwendige Hilfestellungen angeboten werden. Bitte wenden Sie sich an die Veranstalter unter Telefon 04541 - 8000-114


   

(vl.) Bürgermeister Rainer Voß,
Volkshochschulleiter Holger Martens und
Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V.
Foto: Andreas Anders

Demokratie leben
Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe
zu Demokratie und Extremismus

vom 30.10.2011

Demokratie muss gelebt werden, Demokratie muss erlernt werden... Politische Bildung ist dazu der Schlüssel ... an Schulen wie in der Erwachsenenbildung. In diesem Sinne möchten der Verein Miteinander leben e.V., die Volkshochschule Ratzeburg und das Ratzeburger Bündnis in diesem Herbst gemeinsam eine Vortrags- und Fortbildungsreihe zu den Themenkomplexen Demokratie und Extremismus initiieren, um damit Wissen zu erschließen und Diskussionsprozesse für eine gelebte Demokratie anzustoßen.

Über den gesamten November hinweg sind fünf Veranstaltungen zu sehr unterschiedlichen Aspekten von Demokratie und Extremismus geplant, die politisch interessierte Menschen zum Zuhören, Mitdenken und Mitdiskutieren einladen möchten, aber auch ein Fortbildungangebot für ein Fachpublikum beinhalten. Die Vortragsreihe wird ermöglicht durch eine Zuwendung aus dem Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN".

„Jeder stirbt für sich allein“ – Was Fallada uns heute zeigen kann..."
09.11.2011 um 19:00 Uhr
Lesung und Gespräch zum „Deutschen Tag“
mit Klaus-Jürgen Mohr, Erhard Bräunig und Rainer Voß
im Haus Mecklenburg, Reuter-Saal

Ihren Anfang wird die Reihen am 09. November 2011 um 20:00 Uhr im Reuter-Saal des Hauses Mecklenburg nehmen. Unter dem Titel „Jeder stirbt für sich allein“ – Was Fallada uns heute zeigen kann..." möchten Klaus-Jürgen Mohr, Erhard Bräunig und Rainer Voß den Versuch wagen, Kernaussagen aus Hans Falladas wiederentdeckten Werk "Jeder stirbt für sich allen" mit gesellschaftlichen Entwicklungen heute in Beziehung zu setzen und ihre Aktualität aufzuzeigen. Es geht um Rechtsextremismus im Alltagsleben, wie er sich dort festsetzt, wirkt, Angst verbreitet und die Menschen verändert ... Täter entwickelt und Opfer schafft. Klaus-Jürgen Mohr wird aus Falladas Werk lesen, Rainer Voß die vorgteragen Passagen mit Landrat a.D. Erhard Bräunig disktutieren. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt vom Ratzeburger Vokalensemble unter Leitung von Holger Martens. Der Eintritt ist frei.